René Magritte: Surrealist und Meister darin, das Alltägliche neu zu zeigen und so das Ungewöhnliche zu gestalten
Eigentlich isch e Pfeif nur e Stück Holz. René Magritte macht das komplizierter. Der belgische Künstler baute sini Karriere düreuf uf, d’Leut uf charmante Art z’verwirre. Er hät ganz gewöhnligi Objekte in total rätselhafte Szänä setzt. Jetzt, wen mir sini Werke luege, gseht mer die Grundlag vum moderne Surrealismus. Männer mit Melone und schwebendi grüni Äpfel san sini Markenzeiche worde. Lustig isch, wie banaach und normal es Läbe wo er führt het. Er hät sich aach drang gmacht wie e normaler Büezer und het in sim Esszimmer gmalt. Luege mir mal i d’Gedanke vo enem, wo sich gäge d’normale Abbildig vo d’Realität gstellt hät.
Bi d’Anfäng und d’Orientierig
Magritte isch 1898 in Belgien uf d’Welt cho. Si Vater het Stoff verchauft, si Mueter Hüet gfertigt. Früeh het es schlimms Unglück d’Familie getroffä: 1912 het si Mueter sich töte gnoh. D’Kunst isch sit däm zum stille Rückzugsort worde. Einige Johr spöter het er a dr Académie Royale des Beaux Arts in Brüssel aagfange z’studiere. Er het sich im Kubismus probiert und au Impressionismus usprobiert, aber keis het richtig zämegschlusse. Mit 15 het er d’Georgette Berger kennenglernt. Sie hend sich verlore und paar Johr spöter im Botanische Garte wiedertröffe. Sie isch sini Frau und au Model worde. Trotzdem hät er e ganz eigene Art bruucht, für sini Idee z’zeige.
Di Pariser Zyte und Rebelliere gegen die Regle
In dr 1920er hät sich Brüssel für ne Ambitionierte wie ihn z’chli agfühlt. 1927 isch er i Paris usegzooge. Die Stadt isch z’Zentrum vo de grubste Kreativköpf gsi. Schnell isch er de surrealistischen Gruppe vom André Breton biigtrete. Es isch nöd glatt gange. Die Pariser Künstler hend d’Psychoanalyse und d’Tröim geliebt. Magritte – ganz anders – het Freud nöd usgstehn. Er säge, dass d’Analyse vo Kunst d’Zauber kaputt macht. Ihm isch d’Fremdheit vo dr wiisende Reality wichtig gsi. Schliesslich het er sich übers Chleinigkeite mit Breton zerstritte und isch zrugg z’Belgien. Die Unabhängigkeit het dini ganz Karriere gprägt. Ville vo sine Schaffä vo däre prägende Phase chasch im Magritte Museum i Brüssel bsichte.
Wie d’Werbig ihn beeinflusst het
Di 1920er bringed dr harte Realitätschock: D’Rechnige müend bezahlt wäre. Magritte und sini Brüeder Paul hend d’Werbeagentur „Studio Dongo“ gründet. Däm Job isch i sinere artistische Zukunft entscheidend worde. Werbig lehrt, wie mer schnäll d’Uufmerksamkeit gewinnt – das kenne mir au guet i de Schweiz. Er hät gläret, Objekte ganz genau und grafisch darzstelle. E klaari Botschaft isch wichtiger als chaotischi Striche. Aus där Ziit stamme sini sträng visuelle Grundsäze. Er hät sogar Text direkt mit Bilde kombiniert. Elämänte hät er so oft wiederholt, dass si wie Muster gschaut hend.
Wär keis vergässe söll
Er hät hunderte Bildwerch gstaltet. Einige hend d’Kunstwelt vo Grund uus verändert. Luege mir die Werke a, wo ihn berühmt gmacht hend.

"Dr Verrat vo de Bilde" (1929)
Zerscht müemer über die Pfeif rede. Er hät e Pfeif ganz realistisch gmalt und drunter in Schreibschrift stah wo: „Das isch kei Pfeif“. Das het vill uffgregt. Er ha nur uff d’Blicks war gzeigt: Es isch nur Farb uf dr Leinwand. Tabak chan mer nöd i däm Objekt stopfe und rauche. Die eifache Gschicht het di Sicht uf Kunst vo Grund us verändret. Das Original isch hüt im Los Angeles County Museum of Art.

"Dr Sohn vom Mönsch" (1964)
Den Tüp han Sie sicher scho töntlich gseh – oft parodiert. E Man im Anzug steht steif vor ere Backsteinwand. Ein grüner Apfel schwebt genau vor sim Gesicht. En Freund het ihn für s’Selbstporträt beauftragt. Magritte het es nöd gärn gha, sich selber z’male. Drum het er sini Züüg hinders Obst versteckt. Natürlich hend mir Luscht z’luege, was derhinder isch. Genau die Spannung macht s’Bild spannend.

"Das Reich vom Liecht" (1953)
Normale Beleuchtung folgt physikalische Gesetze. Magritte isch de vo dem ganz entgägegange. Er hät e dunkli Vorstadtsgass am Nacht gmalt, beleuchtet vo ere einzigi Strasselächt. Daüber isch dr Himmel hell und taghell. Die Gegensätz erzeugt e verstörendi Stimmung. Er hät meh Versione gmalt, wile d’Sammler immer no meh gfordert hend. Mir nutzt die Arbeit oft zum verstah, wie Liecht d’Stimmung i de Wohnung präged – optimal für wohnige i dr Schweiz.

"Golconda" (1953)
Es regnet buchstäblich Männer. Magritte het Dutzend ähnlechi Männer im dunkelne Mäntel gzeichnet, wo vom Himmel falle. Alli traget sini bekannte Melone. Die Wiederholung ergit s’Erscheinigsbild vo ne Tapete. Si Kommerz-Hintergrund chunnt da klar zum Ausdruck. En Freund, Louis Scutenaire, het dr Titel sugeriert. Golconda isch e alt Räiche Ruine-Stadt in Indien.
D’Rebellion und d’Kuh-Phase
Dr zweite Weltchriieg het alles verändret. Magritte isch währed dä Ziit i Belgien bliebe. Churz hät er sich dr helli impressionistische Stil glost, um dä düstere Ziit z’entina. D’Kritiker hend das gar nöd akzeptiert. 1948 isch er mit sim berüehmte „Vache“-Zyklus zruckchommen. Är hät grausam lauti, grelli Cartoons in einige Woche gmalt und die i Paris usgstellt. E grosser Gag gegen d’französische Kunstkritiker, wo ihn ignoriert hend. Er hät bewiese, dass er dr Kunstbetrieb nie ganz gsoraht hät. Bald isch er wieder zu sini klare, durchtünchte Form zruggcho und isch international bekannt worde. Grossi Museum wie s’MoMA hend sini Werke begonne z’sammezstelle.
Surrealismus zum Zämestelle
E surrealistischs Bild im normale Wohnzi? Klingt schwierig. Mir hend die Herausforderung gmeistert. Unser Team hät wochenlang Magritte analysiert. Mir hend si Proportione und die klaari Schrift untersuecht. Drum hend mir Kunstdruck zämmegstellt, wo sini Ursprungsvorstellung würdigt. Ränder sind öpis dür sgäubert, Kontrast abgstimmt. S’Ziel isch Bilder, wo sich locker nebem moderne Sofa oder Holzregal i Schweizer Wohnige integriert.
E guete Kunstdruck regt a und isch nöd zögernd. Uf dickem, matt Papier gedruckt, hend mer gespanntes Spiegelglanz vermeidet. So bringt mer d’Philosophie vo enem Meisterchef ins Zimmr – ganz ohni Museumsrampe. Es Luege uf unsri Magritte-Plakatkollektion lohnt sich. Dr perfekte Ort für ein schwebende Apfel zeigt sich oft schnäller als erwartet.
s’Vermächtnis bleibt lebendig
René Magritte hät sich widersetzt, normal z’sii. Er hät Alltagsdinge i rätselhafte Bilder verwandelt. Mir schätze sini grafischi, trockeni Art sehr. Er hät eus zeigt, dass Kunst e Mittel isch, die reali Welt neu z’hinterfrage. Er bleibt eine vo dr wichtigste Künstlerpersönlichkeite vom 20. Jahrhundert. E Pfeif isch halt nie nur es Pfeif, wenn me sini Logik kennt.
"Funke vom Läbe", 

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